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 Aktuelle Tabelle   

 

 

 

TSV Leuna- SG Queis 28:30 (15:17)

Möglicherweise springt ein gutes Pferd wirklich nur so hoch wie es muss, aber den Spruch kann man nach diesem Spiel für Queis wirklich nicht bringen. Dafür war die Partie zu enttäuschend, denn erstmals seit Herbst 2014 (damals mit einer absoluten Nottruppe) kassierten wir wieder mal mehr als 27 Tore- und das gegen den Tabellenletzten. Da alle Abwehrstammspieler da waren ist das unerklärlich und auch die eigene gute Torausbeute von 30 Treffern macht den Eindruck nicht besser. Klar lagen wir nie zurück, hatten immer irgendwie zur richtigen Zeit das nächste Tor gemacht, aber wie Leuna vor und in unserer Abwehr ungehindert herumturnen konnte, kann nicht der Queiser Anspruch sein. Da kann man niemanden besonders kritisieren oder von der Kritik ausnehmen: das war kollektives Schlafen (im Tiefschlaf auf Stufe 5). Klar ging es um nichts weltbewegendes mehr, die Meisterschaft ist durch und natürlich fehlte einiges an Personal, aber wie erwähnt: Personal eher für den Angriff. Sicher geht das mit der goldenen Ananas auch durch diesen oder jenen Kopf und so erklärt sich vielleicht auch das softe Abwehrverhalten, das mit zwei gelben Karten und einer Zeitstrafe honoriert wurde- Werte wie bei der weiblichen D- Jugend. So blieb festzustellen, das Leuna zur Halbzeit bereits 15 x getroffen hatte- zum Vergleich: beim Heimsieg über den wohl nunmehr feststehenden Meister aus Halle/S. hatte der Gegner diesen Wert nach 60 Minuten erreicht, weil da bei uns in der Deckung die Einstellung stimmte. Davon waren wir heute leider meilenweit entfernt und im Ergebnis sahen die Torleute über weite Strecken alt aus.

Leuna war da oftmals aggressiver, kämpferisch eingestellter und versuchte die Chance auf einen Punktgewinn zu nutzen. Wie so oft in dieser Saison fehlte ihnen am Ende etwas Glück und der Fakt, das ihr sonst hochgelobter Torwart wohl einen eher schlechten Tag erwischte, hielt uns immer wieder in Front. Am Schierigespann sollten sie es aber bitteschön nicht festmachen, die pfiffen halt so, wie beide Teams spielten: unteres Bezirksliganiveau, aber in meinen Augen vollkommen unparteiisch mit Fehlern auf beiden Seiten, wie nahezu alle Gespanne an jedem BL- Spieltag. Bei dem Thema sollte man wirklich den Haken dran machen, da dürfte jeder Spieler schon ganz andere Sachen erlebt haben.

Positiv sind allerdings doch einige Sachen zu nennen: zwei Punkte gesichert und damit den Platz auf dem Treppchen sicher- egal was in dieser Seuchensaison noch passiert. Theoretisch könnte man diese Saison auch an dieser Stelle beenden und demnächst einmal mehr das schöne Frühlingswetter genießen, aber zwei Spiele folgen leider noch.

 

 


 

SG Queis Landsberger HV II 24:19 (11:8)

Nachdem die Aufholjagd der Queiser im letzten Auswärtsspiel ein jähes Ende fand, galt es nun die Saison ordentlich zu Ende zu bringen. Mit Platz 2 gibt es immerhin noch ein realistisches Ziel in der Liga. Zudem gab es aus dem Derby-Hinspiel noch einiges wieder gut zu machen.

Vor einer gut gefüllten Halle merkte man beiden Teams an, dass es sich hier um ein Derby handelt. In der Anfangsphase zeigten vor allem die Landsberger „Gäste“ in der Abwehr das ein oder andere Mal, dass Anfassen auch zum Handball dazugehört.

Nach dem 1:2 Führungstreffer für den LHV gelang es den Queisern das Spiel in die Hand zu nehmen. Vor allem unser Linksaußen B. Schmidt bereitete dem gegnerischen Torwart arge Probleme und konnte bis zum 5:3 gleich dreimal den Ball ins Tor bringen. Über die Stationen 7:4 und 7:7 gelang es die eigene Führung bis zum Halbzeitstand von 11:8 nicht mehr abzugeben. Selbst die zeitweise doppelte Unterzahl konnte mit einem Tor zum 8:7 von T. Möbius gekrönt werden.

Der Deckungsverbund hatte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten langsam gefunden, offenbarte jedoch teilweise zu oft noch Schwächen im Anlaufen des Gegners der dann zu vielen freien Würfen kam.

Nach der Halbzeit zeigten dann die Queiser die nötige Geschlossenheit um dieses Spiel zu gewinnen. Zwar hielten die Landsberger immer den 2-3 Tore Rückstand, man hatte jedoch selten das Gefühl, dass das Spiel noch kippen konnte (dass das täuschen kann, hat das Hinspiel aber gelehrt). Mitte der 2. Halbzeit gab es dann nochmal diesen Moment den es zu überstehen galt. Einige Zeitstrafen und auf jeder Seite eine Rote Karte zeugten von einer sehr hektischen und umkämpften Phase.

Beim Stand von 18:15 holte der Heimtrainer nochmal die grüne Karte heraus und beruhigte die Gemüter. Danach wurde diesmal das Spiel konzentriert zu Ende gespielt und die letzten 5 Minuten das heimische Tor vernagelt.

R.F.


 

 

 

BSV Klostermansfeld- SG Queis 26:23 (15:13)

Mit mehreren Ausfällen im Queiser Kader ging es nach Benndorf, wobei besonders die Lage im Rückraum kritisch war, denn nur ein etatmäßiger Spieler stand zur Verfügung und der war gesundheitlich angeschlagen.

Nach wechselhaftem Beginn setzte sich der Gastgeber schnell auf 5: 2 ab, die Tore fielen fast im Minutentakt gegen uns und die sonst so sichere Abwehr konnte nur selten richtig positioniert werden, da Klostermansfeld vor allem auf unsere Fehler und die daraus resultierenden Konter setzte. Nach 17 Minuten beim 11:9 bemerkte mein Banknachbar korrekterweise, dass wir bereits jetzt so viele Gegentore hinnehmen mussten wie sonst manchmal nicht in einer Halbzeit. Und so ging es fast ungebremst weiter und mit 15:13 in die Kabine.

Und es wurde vorerst nicht besser, zweimal legte Klostermansfeld auf drei Tore vor. Doch nach dem 17:14 besannen wir uns für eine Viertelstunde auf die eigenen Tugenden. Selbst eine doppelte Unterzahl wurde noch relativ gut überstanden. Gesagt sei, das manche Zeitstrafen ein Witz waren und so wurden sie von einem der Schieris auch kommentiert ("Einer von euch wird es schon gewesen sein" war beispielsweise eine Begründung, bei der man noch ruhig bleiben muss, um nicht auch noch bestraft zu werden). Fairerhalber sei gesagt, dass auch bei zumindest zwei Aktionen auf der Gegenseite unverständliche Pfiffe zu unseren Gunsten zu registrieren waren. Und es ist auch zu billig, den Spielverlauf an dem einem Schieri festzumachen, denn immer wieder vertändelten wir die Bälle leichtfertig- mal im Aufbauspiel mit extrem gewagten Anspielen, mehrfach auch beim Konter, was dann sofort nach hinten losging.

Und trotz all dieser Fehler konnten wir Mitte der zweiten Halbzeit ein 18:16 auf 18:19 drehen und lagen erstmals seit dem 1:2 wieder vorn. Doch immer wieder glich Klostermansfeld aus, aber wir konnten wieder vorlegen- wenn auch nie auf zwei Tore Vorsprung, da die Fehlerquote weiterhin hoch war. 

Nach dem 23:23 waren wir drei Minuten vor dem Ende in Ballbesitz, eine Auszeit bot sich an. Das was zu klären war, wurde eigentlich geklärt, aber genau das wurde danach wenige Sekunden später alles vergessen: ein nicht ankommender Pass, ein Kontertor und ein kurzer Disput mit dem Schieri brachten nicht nur den Rückstand und eine 4- Minuten-Strafe, sondern auch die Niederlage. Klostermansfeld machte jetzt den Sack zu und nahm uns endgültig aus dem Titelrennen (wobei inzwischen eher zweifelhaft ist, ob es überhaupt noch ein Titelrennen ist oder ob nicht schon alles klar ist).

Ohne die Leistung des Gastgebers schmälern zu wollen, aber geschlagen haben wir uns am Ende wieder mal selbst. Der Kampfgeist hat gestimmt, das war bei allen Spielern zu sehen, aber mit diesem Fehlerfestival muss sich keiner über den Spielausgang wundern.

Jetzt gilt es, die letzten vier Spiele noch ordentlich über die Bühne zu bringen.

PS: Gute Besserung an der verletzten Spieler des BSV. 

 


 

 

SG Queis- SpG HSC 96/ TuS Dieskau 25:25 (13:12)

Nur 14 Tage nach dem Hinspiel erfolgte am Sonntag das Rückspiel gegen den Tabellenzweiten. Diesmal waren sie mit voller Kapelle angereist, während wir im Rückraum nicht optimal besetzt waren.

Wie erwartet entwickelte sich von Beginn an ein sehr enges Spiel, in dem es selten einen zwei Tore Vorsprung für eines der beiden Teams gab. Es ging über 60 Minuten lang hin und her mit der Führung. Immer dann, wenn man glaubte, es könne sich jemand absetzen, kam das andere Team zurück. Das war spannend, spielerisch gutklassig und eines Spitzenspiels würdig war es aber nur phasenweise (ganz kurze Phasen). Wir vergaben reihenweise Großchancen und leisteten uns mehrere grobe Schnitzer im Aufbauspiel (exemplarisch das 13:12) , aber auch im Abwehrverbund. Eigentlich so wie so häufig in dieser Saison. Da der Gegner aber auch nicht fehlerfrei agierte blieb es eben eng.

Ganz am Ende - wenige Sekunde vor Schluss- netzte noch mal der Gast zur Führung ein. Unser Gegenkonter wurde wenige Meter vor dem Tor durch Umrennen des ballführenden Spielers unterbunden. Den fälligen Strafwurf nutzten wir zum Ausgleich in allerletzter Sekunde.

Unterm Strich ein m.M. nach gerechtes Ergebnis. Der Sieger dieses Unentschiedens hat allerdings gar nicht in diesem Spiel gespielt.

PS: Ich habe lange überlegt, ob ich über das hingehaltene FB- Stöckchen springe, aber ich mache es mal: Für mich unverständlich und unsportlich ist in diesem Zusammenhang der Kommentar auf der gegnerischen Facebook- Seite, der dem gefoulten Spieler (Ellenbogen- und Beckenprellung) eine Schwalbe unterstellt. Vielleicht sollte der Gegner sich mal die Situation ein paar Minuten zuvor in Erinnerung rufen, als unser Konter laufender Spieler den gegnerischen Torwart nicht vom Feld nahm sondern halbwegs umkurvte und trotz Touchierung weiterlief. Bereits in dieser Situation hätten wir einen Platzverweis ziehen können, wenn wir es gewollt hätten. Einzig und allein der Spieler hat sich anders entschieden, überaus sportlich fair, wenn auch vom Erfolgsgedanken her eher unsinnig. Also: Ball flachhalten, liebe Sportfreunde.

 


 

 

VfB Bad Lauchstädt- SG Queis 23:29 (12:15)

Im Duell der Tabellennachbarn setzte sich die SG Queis bei den heimstarken Lauchstädtern (bisher erst eine Heimniederlage) am Ende recht deutlich durch. Der Start war gelungen (0:2), doch schnell drehte der Gastgeber die Partie (4:2, 5:3). Beim 6:7 übernahmen wir die Führung wieder und gaben sie nicht mehr ab. Höhepunkt der 1. Hz war der direkt verwandelte Freiwurf von Maik Weiland zum Pausenpfiff.

In der zweiten Halbzeit ließ die Mannschaft dann auch nichts mehr anbrennen und blieb immer mit einigen Toren vorn. Kein herausragendes Spiel, aber sicher eines der Besseren in dieser Saison.

Mit dem Sieg sollte nach Lage der Dinge das Saison- Minimalziel- der Platz auf dem Treppchen- erreichbar sein. Mehr ist aber nach wie vor drin.

 

 

 


 

SpG HSC 96/ TuS Dieskau- SG Queis 20: 23 (10:10)

Am Samstagmittag wurde in der Bezirksliga etwas verspätet die Hinrunde abgeschlossen, ein Herbststurm hatte den ursprünglichen Termin weggeweht. Die Vorbereitung war nicht optimal, da wir am Donnerstag keine Trainingszeit in Landsberg bekamen, so ging es etwas unvorbereitet nach Halle. Da bei uns zudem noch einige Spieler fehlten bzw. angeschlagen ins Rennen gingen war die Erwartungshaltung leicht gedämpft, doch den Gastgeber beutelte es offenbar noch härter, denn er bekam gerade so eine spielfähige Mannschaft voll, was bei drei spielenden Teams schon seltsam erscheint. Es galt von vornherein, sich nicht darauf zu konzentrieren, sondern das eigene Ding zu machen. Das gelang anfangs ganz gut (1:4 nach elf Minuten), doch mit der Verletzung von Martin Heimer (ohne gegnerische Einwirkung) kam ein deutlicher Bruch ins Spiel. Offenbar war die Mannschaft auch geschockt und der Gastgeber nutzte das mit seiner Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Elan aus und zog innerhalb von zwölf Minuten auf 8:7 davon und behielt den Vorsprung bis eine Sekunde vor dem Pausenpfiff, bis es zum 10:10 einschlug.

Martin war auf dem Weg ins Krankenhaus und wir auf dem Weg, uns gegen sieben tapfer kämpfende Gegner aufzureiben. So kam es dann aber nicht. In den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff legten wir auf 11:15 vor und den Grundstein für den Sieg, denn fortan änderte sich am Abstand nicht mehr viel. Zumeist waren es drei Tore Differenz. Das es nicht mehr wurden lag auch an der etwas ungleichen Strafenverteilung (5 Strafwürfe gegen uns, keiner für uns, 3:6 Zeitstrafen) und einer teilweise kläglichen Chancenverwertung. Allerdings: wenn es wirklich knapp wurde war stets irgendjemand da, der wieder vorlegte.

So wurde ein glanzloser und überdies sehr bitterer Sieg eingefahren. Bleibt nur noch zu hoffen, das die Genesung komplikationslos verlaufen wird.

Ab jetzt- für Martin.

 


 

 

SG Queis- USV Halle III 20:15 (8:7)

Vor dem ersten Spiel der Rückrunde war die Ausgangslage klar: sieben Pluspunkte Rückstand auf den in der Tabelle führenden Titelverteidiger vom USV sind nach einer Halbserie schon der Hammer, allerdings wurde die Rechnung natürlich verzerrt durch ein Nachholspiel und weil wir unser spielfreies Wochenende schon absolviert hatten. Nach Minuspunkten las es sich natürlich besser (3 Punkte Differenz). Egal wie herum man es betrachtete: ein Sieg musste her. Und das gegen den bisher ungeschlagenen Tabellenführer mit seiner üblicherweise starken Abwehr.

Unsere Voraussetzungen konnten allerdings nicht besser sein: alle 15 Spieler waren an Bord, so dass sogar ein Spieler aussortiert werden musste. Basti machte freiwillig Platz und nahm als Co-Trainer Platz. Aber auch der Gegner kam mit voller Kapelle.

Von Beginn an war es ein zähes Spiel mit sehr dominanten Abwehrreihen. Der erste größere Aufreger passierte nach ca. 8 min beim Stand von 3:1, als der Gast nach und nach die ersten Zeitstrafen kassierte und plötzlich mit nur drei Feldspielern agieren musste. Wir schafften es trotzdem, eine solche Situation zu versemmeln, es war zum Haare raufen.

Auf die weitere Partie hatte dies allerdings kaum Einfluss, eher schon die beidseitig fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen. Unparteiisch mag das gewesen sein, weil auf beiden Seiten immer wieder verständnislose Blicke die Folge waren. So verloren wir zum Ende der ersten Halbzeit die ersten beiden Spieler wegen blutender Gesichtswunden (Jochbein- Cut und Nase) und bekamen zur „Belohnung“ noch Strafen in den jeweiligen Situationen ausgesprochen. Die leiseste Unmutsbekundung wurde auch gleich mit sanktioniert, wie ich selbst feststellen durfte. Zur Pause lagen wir 8:7 vorn und hatten nicht 12, sondern noch immer 14 gewillte Spieler, die „Jetzt erst recht“ zur Devise erhoben. Beide Verletzte spielten nämlich notdürftig verarztet weiter, nachdem der Blutfluss gestillt war.

Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff ging die Partie hin und her, ab und an führte auch der USV mal mit einem Tor. Mehr ließ die Queiser Abwehr aber nicht zu, wobei gesagt sein muss, dass ein nicht unerheblicher Teil der Gegentore aus den Kontern resultierte- aus dem Positionsspiel heraus war da wirklich nicht viel Meisterliches zu sehen.

Offensichtlich erwies sich auch der Halbzeitwechsel auf Linksaußen als gelungen, denn die ersten drei Feldtore unsererseits steuerte unser Youngster Leon Geidel bei, der im Gegensatz zu manchen Rückraumschützen den Torwart gut beobachtete und dann treffsicher versenkte. Allerdings war er zuvor auch immer schön freigespielt wurden und hatte es somit leichter als die Rückraumabteilung. So gelang ab dem 12:11 in der 42. min die Wende, wir blieben fortan immer in Führung, wenn auch bis zur 49. min nur knapp (15:14). Erst dann konnten wir den Vorsprung ausbauen und ließen in den letzten elf Minuten nur noch einen weiteren Gegentreffer zu. Das Queiser Prunkstück hatte es in dieser Abwehrschlacht gerichtet. Und diesmal waren es alle in der Abwehr eingesetzten Spieler, die ihre Aufgaben weitgehend fehlerfrei erledigten, also auch die Spieler, die sonst schon mal Abwehrschwächen zeigen.

Am Ende kam noch ein weiterer Stirn-Cut hinzu, der zumindest war aber im Gedränge einfach nur Pech. (PS: heutiger Kommentar eines langjährig- aktiven Handballers eines anderen Vereins: "Du bist dir sicher, das ihr Handball gespielt habt?")

Was der teuer erkaufte Sieg wirklich wert sein wird werden die nächsten Spiele zeigen müssen. Wird die gezeigte Leistung eine Eintagsfliege bleiben oder war es die Wende zum Besseren in dieser Saison? Wir werden es sehen.

 


 

 

SG Queis- Langenbogener SV 32: 23 (12:9)

Mit dem Langenbogener SV kam eine Mannschaft zum Punktspiel nach Landsberg, die wie wir bisher eine recht ernüchternde Saison gespielt hat. Der Gast, der vordergründig wohl erhebliche Personalprobleme hatte, war aber diesmal immerhin mit zehn Spielern angereist. Wir hatten den Vorteil einer vollen Bank. Den galt es auszuspielen, das war in der Kabine die klare Ansage. Die weitere Ansage war, endlich einmal die für uns magische Torgrenze (30) zu erreichen.  

Nach 14 Minuten war davon nicht viel übrig. Die tapfer kämpfenden Gäste, von denen einige wohl noch mit den Folgen den tags zuvor absolvierten Spiel in der Langenbogener Reserve zu kämpfen hatten, legten erst mal vor (2:4, 4:5). Wir hatten uns bis dahin schon im Auslassen mehrerer hochkarätiger Chancen selbst übertroffen und eine gewisse Verunsicherung war nicht zu übersehen. Die Auszeit musste also nicht ewig aufgeschoben werden und sie zeigte wie auch die Einwechselung zweier neuer Außenspieler Wirkung: von den nächsten sechs Feldtoren gingen 5 auf das Konto von Tim Möbius und Leon Geidel. So konnten wir uns bis zwei Minuten vor der Halbzeit auf 12:7 absetzen, wobei die Abwehr inzwischen auch besser stand und vor allem die Konter unterbunden wurden. Dummerweise kassierten wir noch zwei Treffer, wobei das 12:9 unnötig und hochgradig ärgerlich war, weil fünf Sekunden vor dem Abpfiff abgeschaltet wurde und die Laufbereitschaft nach hinten nicht in allen Mannschaftsteilen erkennbar war- um es mal nett zu umschreiben. 

Die ersten 13 Minuten nach Wiederanpfiff waren dann erneut sehr verhalten, diesmal war es bis zum 21:17 (43. min) allerdings die Abwehr, die zum Problem wurde. Nach einem kurzen Gedankenaustausch zwischen Torhüter und Mittelblock löste sich das Problem dann allerdings: die Abwehr stand und was durchkam wurde mehrheitlich gehalten. Vorn wurde weiterhin gut getroffen, wobei die ersten 12 Tore in der zweiten Halbzeit von immerhin acht verschiedenen Spielern erzielt wurden, was es dem Gast zusehends schwerer machte, darauf zu reagieren. Auf der Gegenseite warf ein einziger Spieler die letzten 7 Tore (5 per Strafwurf). Beim 30:22 war dann auch erstmals in dieser Saison die für uns magische Marke geknackt. Am Ende wurde es ein deutlicher Sieg, was zu Spielbeginn und eigentlich bis Mitte der zweiten Halbzeit so nicht abzusehen war. 

Alles in allem sicher auch keine herausragende, aber doch insgesamt ordentliche Leistung. Allerdings wird man mit dieser Leistung- vor allem jeweils zu Beginn der Halbzeiten- gegen den nächsten Gegner nicht den Hauch einer Chance haben. Eine aufgelegte Schippe reicht da wohl nicht, da muss mehr kommen. Das es geht und wie es geht ist aber jedem Spieler bekannt.

O.F.

 

 


 

 

Landsberger HV II- SG Queis 22:22 (8:11)

 

Zum Spiel bis zur 45. Minute gibt es nicht allzu viel zu Schreiben: das war bis dahin eine ordentliche Leistung, ab dem 1:2 lagen wir in Front, gingen mit 8:11 in die Kabine und führten nach 45 Minuten mit 14:20. 

Landsberg nahm eine Auszeit, wir nahmen uns vor, das Spiel konzentriert zu Ende zu bringen. Sieben Minuten später hatten wir zwar schon gewaltig Ladehemmung, aber mit 16:21 war es 8 Minuten vor dem Abpfiff auch nicht eng. Landsberg bekam einen Strafwurf, der Nachwurf war drin- und ab da nahm das Spiel einen nicht für möglich gehaltenen Lauf. Landsberg kam Tor um Tor heran, wir warfen die Bälle weg, stellten das druckvolle Spiel ein und bauten den Gegner dermaßen auf, dass auch zwei kurz hintereinander genommene Auszeiten nichts zu ändern vermochten. Als aber Tim Möbius 2 Minuten vor dem Abpfiff auf 20:22 vorlegte hätte der Drops gelutscht sein müssen. War er aber nicht, mit groben Schnitzern verhalf man dem Kontrahenten zum Ausgleich. An Fehlern kaum zu überbieten war der erkonterte Ausgleichstreffer.  

7 Gegentore in den letzten zehn Minuten, nur zwei eigene Tore in der Schlussviertelstunde- da muss sich niemand wundern, wenn der Gegner jubelt. Mag sein, dass es auch einige seltsame Schierientscheidungen gab, aber ursächlich für den Punktverlust waren wir. Das war kein unglückliches Remis, es war eine vollkommen unnötige Punkteteilung. Man darf so etwas nie und nimmer aus der Hand geben. 45 Minuten ordentliches Spiel werden durch 15 Minuten Schlafwagenhandball weggeworfen.

Ist vielleicht ganz gut, dass jetzt erst einmal Schluss ist.

O. F.

 

 


 

SG Queis- BSV Klostermansfeld 25:16 (13:7)

Am Sonntag kam der Tabellenführer nach Landsberg. Das es nicht unbedingt die Spitzenpartie war, lag allein an unserer Platzierung, die nach mehreren mäßigen Auftritten im Mittelfeld lag. Beim Donnerstagstraining wurde darüber gesprochen, das es so nicht weitergehen kann. Das Training selbst gab noch keinen Anlass zu der Annahme, dass sich etwas zum Guten wenden könnte, zu schwerfällig und müde wirkte da manch Spieler.

Nicht so das Spiel: von Beginn an wurde der Gegner aggressiv bearbeitet, der sich damit schwer tat. So gingen wir bereits früh deutlich in Führung und nur einmal, Mitte der Halbzeit, kam der Tabellenführer noch einmal heran (8:6). Danach legten aber wieder wir Tor um Tor vor und gingen mit 13:7 in die Kabine. Das war das Ergebnis einer starken Abwehrleistung und eines sehr gut aufgelegten Christian Schladitz im Tor (Note: 1 a). Wenn der Gegner traf dann zumeist über Konter und einige Strafwürfe.

Somit machte ein Torwartwechsel an sich keinen Sinn und in kaum einer anderen Mannschaft würde man ihn durchführen, aber in Queis will und soll ja jeder spielen: Robert Felsch machte es in Halbzeit 2 nicht minder gut, überließ es aber Christian Schladitz, die Strafwürfe zu halten bzw. am Tor vorbei zu gucken. Ansonsten fast das gleiche Bild: die Abwehr blieb schwer in Ordnung und wurde zum Fundament des Sieges. Sinnbildlich waren zwei Szenen, die man so bei Queis nicht allzu häufig sieht: Szene 1: Maik Ebensing erspitzelt sich den Ball und schließt selbst den Konter souverän ab- Chance erkannt, Chance genutzt. Kann man nicht besser machen, war vielleicht gut, dass er nicht vom Donnerstagstraining infiziert war (Halbzeit 1). Szene 2: ein langer Konterball des Gegners kommt nicht beim Angreifer an, weil Robert ihn 15 Meter vor dem Tor einfach wegpflückt und den Angreifer sprichwörtlich ins Leere laufen lässt. Okay, ich gebe zu, ich hatte kurz die Luft angehalten und an Mücheln gedacht...

Der Queiser Angriff war zumindest besser als zuletzt, wenn auch noch mit einigen Aussetzern; vor allem aber verhinderte der Klostermansfelder Torwart einen höheren Sieg. Teilweise wurde es ihm aber auch mit einigen überhasteten Würfen zu leicht gemacht, aber daran kann man noch feilen. Ebenso daran, dass man beim Konter auch mal ruhig zum besser positionierten Spieler ablegen darf. Noch mal an alle kleinen Queiser Egoisten: es ist ein MANNSCHAFTSSPORT.

Selbst die letzten zehn Minuten mit diversen positionsungetreuen Wechseln überstand die deutliche Queiser Führung- warum nicht mal was probieren, wenn das Spiel entschieden ist. Das Torverhältnis wird eh fast nie eine Rolle spielen, dann lieber mal was Wildes probieren und gucken, ob es funktioniert. Sahen in der 50. Minute nicht alle Queiser Spieler so, hat aber bedingt funktioniert und wird zukünftig bei ähnlichen Ausgangslagen auch wieder so gehandhabt werden (wird allerdings wohl nicht allzu oft vorkommen in dieser ausgeglichenen Liga).

Unterm Strich das erste gute Spiel seit vielen Wochen (eigentlich seit dem Spiel gegen den USV), was man aber nicht überbewerten sollte, denn von der Klostermansfelder Stammtruppe fehlten doch einige Spieler, während bei uns nur ein Ausfall zu beklagen war.

Hoffentlich kommt niemand auf die Idee, das man hinter diese gezeigte Leistung zurückfallen kann, denn dann wird man es zukünftig wieder sehr schwer haben.

 

O.F. 

 


 

 

SG Queis- SG HSC 96/ TuS Dieskau 24:27 (11:15)- Pokal- VF

Was war das in der vorigen Saison für eine Pokaleuphorie in Queis: in Langenbogen gewonnen, die fast komplette Landesligamannschaft von Landsberg geschlagen, den Pokalverteidiger SG HSC 96/ TuS Dieskau mit einem phänomenalem Endspurt eliminiert und im Finale den frisch gekürten Meister vom USV Halle III besiegt. Als sich die Mannschaft dann entscheiden musste, ob sie lieber Bezirkspokal oder HVSA- Pokal spielt, wurde mehrheitlich der Bezirkspokal gewählt. Das war wohl die falsche Entscheidung, zumindest wenn man jetzt den Spielbericht schreiben muss. Eine Niederlage im HVSA- Pokal hätte man irgendwie gut verkaufen können („übermächtiger Gegner“, „spielt höherklassig“, „tapfer gewehrt“ usw.). Die Niederlage vom Sonntag lässt sich so nicht bewerten, denn unser Gegner füllte sein Team mit Spielern des Bezirksklasseteams auf; wohlgemerkt: nichts gegen Bezirksklasse, aber in der letzten Pokalsaison waren es bei Landsberg und Halle höherklassige Spieler, welche die Teams auffüllten.

Vor dem Anpfiff wurde noch einmal auf die Wichtigkeit des Spieles hingewiesen, aber egal, was in der Kabine gesagt wurde- auf dem Parkett war das alles sofort vergessen. Die Abwehr schwach wie selten, der Angriff Spitze im Auslassen klarster Torchancen. Stattdessen führten die Routiniers des Gegners vor wie es geht: gefühlt ein knappes Dutzend Kontertore, nicht von den drei jungen Spielern des Gegners, sondern eben von den Oldies bekamen wir eingeschenkt. Ausgangspunkt waren fast immer technische Fehler, auf die der Gegner sehnsüchtig wartete. Aber auch im Positionsspiel fand der Gast nach einer Viertelstunde ins Spiel und spazierte ungestraft durch unsere Abwehrreihe. Wir dagegen hatten über die gesamte Spielzeit mit der eigenen Abschlussschwäche zu kämpfen: 22 Bälle wurden gehalten, knallten ans Holz oder gingen gleich am Tor vorbei.

Von Beginn an lagen wir nie in Front, beim 6:7 nach 18 Minuten war aber zumindest noch alles offen. Acht Minuten später lagen wir allerdings sechs Tore zurück (8:14), rückblickend war da bereits die Vorentscheidung gefallen. Gründe für das Desaster gibt es sicher viele, es macht aber keinen Sinn, das hier im Spielbericht auszuwälzen.

In der Halbzeitpause waren wir uns zwar einig, dass das Spiel noch lange nicht vorbei sei, doch eine Viertelstunde lang blieb der Abstand bei zumeist 4 Toren, es änderte sich also nicht viel. Und als sich etwas änderte war es nicht zu unseren Gunsten: bis zur 52. min hatte der Gast auf 18:25 vorgelegt. Erst jetzt, als der Deckel drauf war, ging ein Ruck durch die Mannschaft. Innerhalb weniger Minuten kamen wir auf 22:25 heran und der Gegner nimmt die letzte Auszeit. Doch wenige Sekunden später gelingt es uns nicht trotz Überzahl nach einem erkämpften Ball auf zwei Tore heranzukommen. Stattdessen fällt mit dem 22:26 zwei Minuten vor dem Abpfiff die Entscheidung. Der Rest war Ergebniskosmetik, denn die Uhr ist heruntergelaufen.

Ein ernüchterndes Resultat mit einem völlig verdienten Sieger. Es mag eine Reihe von Gründen für diese Niederlage geben; wirklich ausschlaggebend war allerdings unser Unvermögen, das Spiel zu dominieren. Somit ist der Saisonstart mehr als ernüchternd verlaufen und das Saisonziel der Mannschaft (Pokalverteidigung) Geschichte. Klar kann man gegen die Mannschaft der SG HSC 96/ TuS Dieskau verlieren, die Frage ist allerdings nach dem Wie und dem Warum.

O.F.


 

 

SG Queis- VfB Bad Lauchstädt 26: 26 (11:10)

Mit Christian Schladitz, Martin Heimer und Maik Weiland fehlten der SGQ drei Urgesteine, aber auch der Gast kam nicht optimal besetzt, aber offenbar hochmotiviert. Nach wenigen Minuten hatte er über 0:2 auf 2:5 vorgelegt. Und damit bereits die Hälfte seiner Tore in Halbzeit 1 erzielt, denn fortan stand die Queiser Abwehr etwas besser.  Vorn klappte allerdings nicht sehr viel, von Sepp Kirchners Treffgenauigkeit mal abgesehen. Mit dem Pausenpfiff warf er uns einen Minivorsprung vom Punkt heraus.

Die zweite Halbzeit ließ sich 10 Minuten lang bis zum 17:14 noch recht gut an, doch dann kam der Tabellenführer Tor um Tor heran und hatte zehn Minuten vor dem Ende beim 20:20 egalisiert. Fortan blieb es immer bei maximal einem Tor Vorsprung und 100 Sekunden vor dem Abpfiff ging der Gast erstmals seit 30 Minuten wieder in Führung. Wir glichen zwar aus, aber mit einer gekonnten Einzelleistung ging Bad Lauchstädt wenige Sekunden vor dem Ende in Führung. Endlich wurde mal schnell zur Mitte gespielt, der Gegner überlaufen und der Abschluss gesucht- aber unfair unterbunden durch den Gegner. Sepp Kirchner behielt erneut die Nerven und versenkte auch diesen letzten Strafwurf mit Wucht und Auge und sicherte uns so einen verdienten Punkt. Ein gerechtes Remis. Irgendjemand sagte hinterher, das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Ich sag es mal anders herum: es hatte keinen Verlierer verdient.

Gute Besserungswünsche an den verletzten Gästekeeper, der sich ohne unsere Einwirkung weh tat.

 


 

SG Queis - TSV Leuna 24:20 (12:9) 

Ein ungewohntes Kellerduell stand für die SG Queis am Sonntagnachmittag an. Gegen die TSV Leuna galt es den ersten Saisonsieg einzufahren. Mit dieser Vorgabe und sich keine Verletzungen zu holen ging es ins Spiel. Zumindest Zweiteres war nach 15 Minuten leider verfehlt, als Rückraumschütze Heimer verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen musste. Bis dahin war es ein zähes und teilweise unkonzentriertes Spiel der Queiser. Bis zum 9:9 nach 23 Minuten konnte sich keines der beiden Teams absetzen. Dies lag zum einen an zwei gut aufgelegten Keepern und zum anderen auch an vor allem auf der Queiser Seite etlichen ungenauen Abschlüssen. Einige schöne Kontertore durch die Kombination Schladitz-Schmidt ermöglichten immerhin ein paar einfache Tore der Queiser. Mit einem 3-Tore-Lauf ging die Heimsieben mit 12:9 in die Halbzeitpause.

Nach der Pause war man gewillt auch die zweite Halbzeit für sich zu entscheiden. Nach dem 18:15 sah das auch noch danach aus, jedoch kamen die Gäste nach ihrer Auszeit auf 19:19 heran. Den Queisern fehlte zu diesem Zeitpunkt in allen Mannschaftsteilen, vom Tor über die Abwehr und den Angriff, eine gewisse geistige und körperliche Frische bzw. Härte. Und das 90% in der Liga diese Saison nicht ausreichen, wurde spätestens jetzt jedem bewusst. Mit einer deutlichen Ansprache in der Auszeit gelang es immerhin 10 Minuten vor Schluss die Sinne zu schärfen und zwei Gänge hochzuschalten. Mit einem Kontertor leitete ungewohnterweise Abwehrrecke Göllner die Schlussoffensive ein. Nach dem 20:20 setzten sich die Queiser wie in Halbzeit 1 mit 3 Toren in Folge ab.

Am Ende stand ein mühsam erkämpfter 24:20 auf der Anzeigetafel. Die Leunaer zeigten sich insgesamt von einer deutlich stärkeren Seite als letzte Saison und sollten, wenn sie so weiterspielen, einige Punkte mehr einfahren. Bei den Queisern sind die Sorgenfalten sicher nicht kleiner geworden. In den nächsten Spielen ist auf jeden Fall eine Leistungssteigerung nötig um sich oben festzusetzen.

R.F.

Der Leunaer Spielbericht : auf der Facebookseite des TSV Leuna

  


 

 

SG Spergau- SG Queis 26:22

Zum zweiten Saisonspiel fuhr die SG Queis nach Spergau. Nur zum Spielauftakt konnten wir mit unserem engen Kader (das Internetprotokoll ist da etwas fehlerhaft) mithalten, führten bis zum 2:3.

Innerhalb weniger Minuten drehte Spergau die Partie auf 8:4, weil wir vorn die Bälle nicht konsequent reinmachten und hinten nicht den richtigen Zugriff bekamen.

Nach dem zwischenzeitlichen 8:6 zog der Gastgeber bis zur 21. Minute gar auf 12:6 davon. Es sah nach Debakel aus. Immerhin gelang es nicht das Gesicht zu verlieren und den Rückstand einzudämmen, auch wenn es sechs Tore bis zur Pause blieben (16:10).

In der zweiten Halbzeit kamen wir auch nie wirklich eng heran. Nur einmal hätte sich beim 20:15 vielleicht die Chance geboten noch einmal entscheidend zu verkürzen, aber eine doppelte Überzahl wurde kläglich vergeben und Spergau spulte das dann bis zum Abpfiff gekonnt herunter. Die Niederlage geht in Ordnung, dafür fehlten einfach zu viele Spieler. Mehr wäre nur möglich gewesen, wenn alle herausgespielten Torchancen wirklich konsequent verwertet wurden wären, aber da war mal wieder ein großes Manko zu verzeichnen. Vor allem die Heberquote war unterirdisch und zum ausflippen.

Nun gilt es im nächsten Spiel- im Kellerduell gegen Leuna- diesen ungewohnten Tabellenbereich schleunigst zu verlassen.

O.F.

 


 

USV Halle III- SG Queis 22:22 (9:11)

Um das Wesentliche gleich vorwegzunehmen- es war ein gerechtes Remis, mit dem zumindest wir zufrieden sein sollten. Auch wenn es zum ersten Mal seit 2009 nicht mit einem Sieg in die Saison geht ist es doch kein verlorener Punkt. Hätte es einen Sieger gegeben, hätte der Verlierer die Niederlage nicht verdient gehabt.

Nach der mutmaßlich längsten Queiser Spielpause der letzten Jahrzehnte und teilweise ernüchternden Trainingseinheiten ging es gleich mit dem wohl dicksten Ligabrocken los: ein Auswärtsspiel beim Meister in einer Halle, in der Queis zumindest in den letzten Jahren nur selten Punkte mitnahm. Auch wenn es der „Supercup“ war, so waren wir doch angesichts der Ausgangslage eher der Außenseiter.

Nach den Rücktritten von Nils Wolfermann und Christian Hammer sowie mehreren weiteren Ausfällen (Verletzungen, Job) war nur Rückkehrer Leon Geidel zur Verstärkung der Vorjahresmannschaft hinzugestoßen. Er begann 2006 in Queis mit dem Handballspiel und trat 2009 im Jugendbereich dem Landsberger HV bei, bevor es ihn nun zurück in die Heimat zog. Vorweggenommen: er machte ein fehlerfreies, aber doch unauffälliges Spiel, da wird das Zusammenfinden sicher noch eine Weile brauchen, aber bestimmt gelingen, davon bin ich felsenfest überzeugt. Zumal sich nicht nur für ihn, sondern auch für mich hier ein Kreis schließt.

Nach anfänglichem Abtasten (1:1, 2:2) gelang es uns, den Gastgeber in seinen Angriffsbemühungen stark einzuschränken. Leider gelang es uns nicht, vorn die erspielten Gelegenheiten alle zu verwerten, aber in dieser Phase wurde richtig guter Handball gespielt. Ein stark haltender Christian Schladitz (für mich der Spieler des Spiels), einige Kontertore und ein gut aufgelegter Sepp Kirchner vergrößerten den Vorsprung auf 2:6 (18. Min). Mit einem Kraftakt gelang es dann dem fast vollständig aus dem Spiel genommenen Gegenspieler mit der Nummer 13 (nur 2 Tore im Spiel) das Signal zur Aufholjagd zu setzen. Nach dem 3:6 kam der Meister Stück um Stück heran, nun nahm das Spiel beidseitig deutlich Fahrt auf und es fielen auch mehr Tore. Erneut war es Sepp Kirchner, der zwei Sekunden vor dem Pausenpfiff wenigstens einen Zweitorevorsprung rettete.

In Halbzeit 2 konnten wir bis 15 Minuten vor Schluss zumeist immer 2- 3 Tore Vorsprung halten, obwohl der USV nun offensiver deckte. Damit gelang es endlich, auch den Kreis besser einzusetzen, doch der USV holte weiter auf und ging zweimal knapp in Führung. Die breiter besetzte Bank und das jüngere Durchschnittsalter schienen sich für die Hallenser auszuzahlen. Doch 10 Minuten vor dem Ende wurde das 19:18 zum 19:21 gedreht. Der Preis dafür war allerdings hoch: Tim Möbius war angeschlagen ins Spiel gegangen, die fünf gespielten Minuten taten ihm nicht gut, trotz seines Tor`s. Spielmacher Benjamin Schmidt sprang mehrfach unschön über die (hallesche) Klinge in einem harten, aber nicht unbedingt unfairen Spiel. Abwehrspieler Maik Ebensing konnte einen Konter nur unfair stoppen und bekam 2 Minuten und der USV einen Strafwurf, der aber durch Ersatzkeeper Daniel Kaltenbach souverän an den Pfosten geguckt wurde. Noch in Unterzahl bekamen wir trotzdem den Anschlusstreffer und gleich danach den Ausgleich, weil die Kräfte und Konzentration weg waren, wie man an einigen gewagten Abspielen sehen konnte.

Dann ging der USV auch noch in Front, aber ein Strafwurf Sekunden vor dem Schlusspfiff ließ uns den Ausgleich erzielen. Die letzten 15 Sekunden versuchte der USV mit 7 Feldspielern das Spiel zu biegen, aber das wäre für sie fast noch schief gegangen. Zum „Glück“ traf Christian Schladitz aus dem Torraum heraus nicht das verwaiste gegnerische Tor, denn der Treffer hätte nicht gezählt, weil er eine Sekunde zu spät gekommen wäre. Dann hätten wir uns noch richtig ärgern müssen, so war es- denke zumindest ich- ein gerechtes Ergebnis in einem harten und phasenweise hochklassigem Spiel. Zumindest beide Abwehrreihen sind- das sage ich mal so zu Beginn der jungen Saison- nach wie vor das Nonplusultra der Liga. Im Angriff taten wir uns allerdings noch sehr schwer, der USV versiebte aber auch zahlreiche Chancen bzw. scheiterte an unserem Keeper.

Dank auch an die Schieris für eine unparteiische und unauffällige Leitung. Sie trugen zum guten Spiel bei. Andere Gespanne hätten sicher ein mehrfaches an Strafen verteilt, hier wurde einfach mal toleriert, das eine gewisse Härte zum Handball gehört und es nicht nach Basketballregeln gepfiffen werden muss.

 

PS:

Statistik ab sofort nicht mehr hier, die ist im Nu- Score einsehbar (für die, die es noch immer nicht gefunden haben: die rot markierte PDF- Datei rechts neben dem Ergebnis, sie ist sehr detailreich).

Olaf Felsch