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Tabelle Bezirksliga Süd

                               
                                     
 Pl. Mannschaft Spiele   +  =  -    Tore    Diff   Punkte  
                                     
1 USV Halle III
18 18
  14
1 3
  475
: 396
  +79
  29 : 7
 
2 SG Queis
18 18   12 1 5
  444
: 354
  +90   25 : 11
 
3 VfB Bad Lauchstädt 18 18   12 1 5   516 : 477   +39   25 : 11  
4 Langenbogener SV 18 18   11 1 6   459 : 450   +9   23 : 13  
5 HSC 96 /TuS Dieskau 18 18   9 3 6   485 : 441    +44   21 : 15  
6 BSV Klostermansfeld 18 18   10 0  8    493 : 435    +58   20 : 16  
                                     

  

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Pokalfinal- Rückspiel: USV Halle III - SG Queis 17:16 (8:7)

 

Der Bezirkspokalsieger 2017 - SG Queis

 

Pokalsieger: Schladitz, Felsch; Stolle, O. Joachimi, Göllner, Goral, Wolfermann, Heimer, F. Joachimi, Ebensing, Weiland, Schmidt, Möbius, Kirchner

 

Strafen: SG 8 x 2 Min; USV III 8 x 2 Min, davon 3x2=Rot

Strafwürfe; SG 2/2; USV 2/2

 

 

 


 

Pokalfinal- Hinspiel: SG Queis- USV Halle III 24:17

 

Mit dem frisch gekürten Meister kam unser Angstgegner der letzten beiden Spielzeiten zum Pokalfinale. Die letzten vier Spiele hatten wir in stets umkämpften und relativ torarmen Spielen das Nachsehen gehabt. So gesehen gab es nicht viel, was für uns sprach- außer der Wille, dem Gegner nicht noch das Double zu geben. Die Auszeichnung zum zweiten Platz in der Meisterschaft vor dem Spiel erinnerte daran, wie blöd eine titellose Saison sein kann- auch ein Fäßchen Bier hellt so etwas nicht auf. 

Nach der Trainingsverletzung von Spielmacher Falko Joachimi musste die Mannschaft umgestellt werden: nicht nur im Angriff, auch in der Abwehr, wo Oliver Joachimi die Rolle des Manndeckers übernahm und gut löste. 

Entgegen der letzten Spiele gegen die Hallenser hechelten wir mal nicht permanent einem Rückstand hinterher, sondern legten aus einer hochkonzentrierten Abwehr heraus auch im Angriff vor (4:0, 6:1, 8:2). Obwohl vorn nicht alles klappte so doch mehr als sonst gegen diesen Gegner. Kaum kam der Gegner aber etwas besser ins Spiel wurde es im Mannschaftsgefüge unruhig, was für eine Mannschaftssportart selten ein gutes Zeichen ist. Anstatt sich mit dem Gegenspieler zu beschäftigen rieb man sich untereinander auf. So verschaffte man den Hallensern im zweiten Teil der ersten Halbzeit eine Rückkehr ins Spiel, bis sie zur Pause auf zwei Tore heran waren. Eine unnötige Phase, die viel von dem zerstörte, was in den ersten 15 Minuten aufgebaut wurden war. 

Die Kabinenpredigt war dann etwas emotionaler als sonst, zeigte aber ihre Wirkung, denn wir kamen zur zweiten Halbzeit genauso motiviert heraus wie zum Anpfiff und bauten den Vorsprung wieder Tor für Tor aus. Grundlage war erneut die Abwehrleistung; sechs Gegentore in dieser Halbzeit sind schon nah am Limit dessen, was gegen einen Meister möglich ist.  

Im Angriff lief es allerdings phasenweise nicht rund, zugebenermaßen hat der Gegner ja auch keine schlechte Deckung. Trotzdem setzten wir uns vor allem zwischen dem 18:14 und dem 23:14 ab. Beim 24:15 waren es sogar neun Tore Vorsprung, aber die beiden letzten Treffer markierte leider der Gast. 

Es ist erst einmal nicht die schlechteste Ausgangsposition für das Rückspiel, aber auch nicht mehr.

 

Aufstellung: Schladitz, Felsch, Kaltenbach /// O. Joachimi, Heimer, Schmidt, Weiland, Möbius, Goral, Wolfermann, Kirchner, Ebensing, Göllner

 

Strafen: SGQ: 7 x 2 min (Davon 1 x 3 x 2 min), USV 6 x 2 min 

Strafwürfe: SGQ 2/3, USV: 3/4 

 

 


 

18. Spieltag: USV Halle III- SG Queis 23:20 (11:8)

 

Nicht optimal besetzt reisten wir zum Tabellenführer, der zu Hause in dieser Saison unbesiegt war. Das sollte sich ändern, um die Minimalchance auf die Titelverteidigung aufrecht zu erhalten. So war zumindest der Vorsatz. Allerdings hätte dafür ein Sieg mit 4 oder 5 Toren- je nach Ergebnishöhe- hergemusst.

 

Dummerweise liefen wir von Beginn an einem Rückstand (2:0, 5:1) hinterher, vor allem, weil wir im gesamten Spiel kein druckvolles Angriffsspiel gegen die gut positionierte und aggressive Deckung der Hallenser hinbekamen. Das zog sich wie ein roter Faden durch das Spiel. Allerdings gab es immer wieder Phasen, wo wir dran waren (5:4, 8:6), aber unterm Strich liefen wir permanent einem mehr oder weniger großen Rückstand hinterher. Beim Pausenstand von 11:8 musste man schon ein Optimist sein, dass sich noch etwas drehen lässt und beim 18:12 nach gut 40 Minuten sah es eher nach einem Debakel als nach einem erfolgreichen Nachmittag aus. Es spricht für die Moral der anwesenden Spieler, dass sie sich gegen die Niederlage stemmten und beim 20:19 und 21:20 wieder dran waren. Aber immer wieder verhinderten nicht erfolgreich abgeschlossene Angriffe einen möglichen Ausgleich und so fuhr der neue Meister am Ende einen völlig verdienten Sieg ein und sicherte sich mit großem Vorsprung den Titel. Gratulation nochmals.

 

Am Ende einer Saison, in der sicher mehr drin war, muss man sich aber über Platz 2 auch mal freuen können, denn es hätte angesichts der Ausgangslage im Januar auch wesentlich weniger werden können. Dann hätte man wirklich ein dummes Gesicht machen können; so ist es irgendwie okay und geht in Ordnung angesichts der vielen Punktverluste in der kalten Jahreszeit.

 

Aufstellung: Schladitz, Felsch /// Goral, Stolle, Göllner, Ebensing, F.+ O. Joachimi, Möbius, Schmidt, Heimer, Weiland

 

Strafen: USV: 6 x 2 min, SGQ: 2 x 2 min

 

Strafwürfe: USV 3/3, SGQ: 4/5

 

 


 

 

17. Spieltag: SG Queis- SpG HSC 96/ TuS Dieskau 23:21 (15:10)

 

Vor Beginn des letzten Heimspieltages war erst einmal Händeschütteln angesagt, denn Ex- Trainer Walter Gehrmann hatte vor einigen Tagen seinen 70. Geburtstag gefeiert und von seinem Team ein kleines Dankeschön für seine jahrelange akribische Arbeit erhalten. Es war klar, dass dies das letzte Geschenk des Tages bleiben würde, denn mit der Spielgemeinschaft kam ein unmittelbarer Verfolger nach Landsberg. Die Ausgangsposition war für uns klar: ein Sieg würde uns mindestens Platz 3 zum Saisonabschluss bescheren und das war das (Minimal-) Ziel vor der Saison. Zudem galt es auch dieses Derby siegreich zu gestalten, auch wenn der einstige Derbycharakter eigentlich nicht mehr vorhanden ist, da vom alten Ur- Dieskauer Kader niemand mehr mitspielte.

Beide Teams waren ansprechend besetzt, auch wenn bei uns drei wichtige Spieler fehlten war das Aufgebot in dieser Saison schon mal enger gewesen. Der Gast legte vor, aber das 0:1 sollte der einzige Rückstand bleiben. Bis zum 4:4 blieb es eng, bevor wir uns absetzen konnten. Beim 10:5 lagen wir erstmals fünf Tore vorn, weil aus einer sicheren Abwehr heraus immer wieder Kontertore gelangen und das gegnerische 4:2 Deckungskonzept nicht wirklich funktionierte. Allerdings blieben bis dahin auch schon einige schöne Gelegenheiten ungenutzt, aber alles in allem lief es. Es gelang aber nicht, den Vorsprung zu vergrößern, bis zum Pausenpfiff blieb es bei 4-5 Toren. Das es mit 15:10 in die Kabine ging war dann einem gehaltenen Strafwurf geschuldet, als Robert mit seiner ersten Aktion den Ball entschärfte. Damit war eine ansehnliche Halbzeit vorbei.

In der Kabine wurde noch einmal daran erinnert, dass das Spiel noch lange nicht vorbei ist und zumindest für die ersten Minuten der zweiten Halbzeit schien das auch Gehör zu finden. Beim 20:12 schien das Spiel entschieden, obwohl noch eine gute Viertelstunde zu spielen war. Die Abwehr stand, vorn wurde allerdings nun noch mehr gesündigt als in Halbzeit 1.

Was aber dann passierte war fast wie in Leuna: plötzlich klappte im Angriff nichts mehr. Mehrere klare Chancen blieben ungenutzt, aber zum Glück machte der Gegner nicht allzu viel daraus: mal wurde vorbeigeworfen, mal hielt Robert, mal wurde der Ball vertändelt. Wir stellten uns allerdings noch einen Zacken schwächer an und so kam der Gast leicht heran, doch mit dem 22:16 kurz vor Ultimo war der Sieg in trockenen Tüchern. Nach dem 23:18 folgten dann allerdings noch einige kollektive Aussetzer, die zum knappen Endstand führten. So darf man sich am Ende nicht gehen lassen, das hatte nichts mehr von „Ergebnis herunterspielen“, das war einfach nur grausam.

Zum Schluss zählen allerdings nur die beiden Punkte, die uns zum 7. Mal hintereinander eine (imaginäre) Medaille bescheren. Welche Farbe die haben wird entscheidet sich allerdings erst in einer Woche. Für Silber brauchen wir keine Schützenhilfe, dass kann und sollte man selbst richten, auch wenn der Gegner kein Geringerer als der Tabellenführer ist, der für die Meisterschaft definitiv die besten Karten in der Hand hat. Allerdings liegt auch der Druck dann bei dieser Ausgangslage nicht bei uns. Wir haben nichts zu verspielen, wir waren an keinem Spieltag Tabellenführer und ein Aufstieg ist schließlich auch nicht geplant.

Aufstellung: Schladitz, Felsch ///   O. + F. Joachimi, Möbius, Schmidt, Stolle, Göllner, Heimer, Kirchner, Weiland, Goral, Keusch

Strafen: SGQ: 3 x 2 min, SpG H/D: 1x 2 min

Strafwürfe: SGQ: 2/3, SpG H/D: 5/6

 


 

 

16. Spieltag: SG Queis - VfB Bad Lauchstädt: 25:17 (14:8)

 

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar wie Kloßbrühe: nur ein Sieg mit mehr als drei Toren würde Queis die Mini-Mini-Chance auf die Titelverteidigung erhalten. Davon zu reden verbot sich eigentlich nach der Niederlagenserie vom Winter, allerspätestens nach der Pleite gegen Langenbogen war das Thema eigentlich durch. Allerdings folgten danach vier Siege in Serie während die Konkurrenz ab und an mal patzte, so dass zumindest rechnerisch noch nicht alles erledigt war und ist. Und so lange theoretisch etwas geht, sollte man schon versuchen, das Ziel zu erreichen. Abhängen kann man im Sommer. 

Die Voraussetzungen waren allerdings angesichts fünf fehlender Spieler nicht rosig, trotzdem war schon in der Kabine der Wille spürbar, sich für die Hinspielniederlage zu revanchieren. Wie immer lag das Hauptaugenmerk dabei auf der Abwehr, galt es doch den treffsichersten Angriff der Liga in den Griff zu bekommen. Hier besonders Sportfreund Pohl, aber auch die immens starken Spieler der Aufbaureihe galt es nicht zu vernachlässigen. Alles Beides- das sei vorweggenommen- gelang ausgesprochen gut. Falko Joachimi nahm Sportfreund Pohl an die gaaaaanz kurze Kette mit einer der Situation angepassten Mischung aus Raum- und Manndeckung. Somit konnten Konter- und Außenpositionstore dieses Spielers verhindert werden, aus dem Feld heraus blieb es bei zwei zugegebenermaßen sehenswerten Rückraumtreffern. Die anderen fünf Abwehrspieler sorgten dafür, dass auch der Rückraum (zumeist Schmädicke, Gerlach, Zietemann) sich nicht über Gebühr entfalten konnte.  

Von Beginn an dominierten beide Abwehrreihen, nach knapp zehn Minutenstand es gerade einmal 3:3. Beide Seiten hatten hier bereits einige Großchancen vergeben und sich diesen und jenen technischer Fehler erlaubt. Mit einem Zwischenspurt zum 9:4 wurde Mitte der 2. Halbzeit die Grundlage für den späteren Sieg gelegt, die Auszeit des Gastes verpuffte nahezu wirkungslos. Nach 20 Minuten dann der erste große Schreck. Bei einer sicher unabsichtlichen Aktion wurde der bis dahin treffsicherste Queiser Maik Weiland unglücklich im Gesicht getroffen und musste raus. Sepp Kirchner ersetzte ihn. Das Spiel lief trotzdem weiter für uns, mit 14:8 ging es in die Kabine. Eine starke Halbzeit lag hinter uns, eine schwere Halbzeit vor uns. 

Plötzlich lag der Druck bei uns, nachdem wir auf dem Weg waren, den direkten Vergleich zu gewinnen. Doch bis zum 20:10 lief das alles wie am Schnürchen und der Gast präsentierte sich nicht wie der souveräne Tabellenführer. Immer wieder gelang es uns, die auch von Bad Lauchstädt teilweise praktizierte Manndeckung zu überspielen und von nahezu allen Positionen zu treffen. Erst in den letzten Minuten wurde der Gast torgefährlicher, aber auf mehr als 8 Tore kam er nicht mehr heran. Unterm Strich ein souveräner Sieg gegen einen Gegner, der zwar identisch wie im Hinspiel besetzt war, aber eine wesentlich schwächere Leistung ablieferte. 

Somit wird es an der Tabellenspitze noch einmal ganz eng: 5 Mannschaften sind kurz vor Ultimo durch nur vier Minuspunkte getrennt, wobei zumindest die ersten drei Teams sich noch reale Hoffnungen auf den Titel machen können. Wir sind allerdings nicht in der Lage, es aus eigener Kraft zu schaffen und haben noch zwei extrem schwere Abschlussspiele, die auch erst mal gewonnen werden müssen. Und selbst wenn die gewonnen werden sollten hätten wir nur Platz 2 sicher, für mehr bräuchte es Schützenhilfe. Bevor man aber weiterrechnet sollten wir zusehen, erst einmal die eigenen Hausaufgaben zu machen, denn diese Einstellung hat sich in den letzten Spielen bewährt. 

Mit der gezeigten Leistung- für mich die beste Ligaleistung dieser Saison (vielleicht zusammen mit dem Hinspiel in Reichardtswerben)- hat man aber eine reale Chance, die Saison erfolgreich auf dem Treppchen zu beenden, auf welcher Stufe wird sich zeigen. Ein Ausrutscher kann allerdings auch dazu führen, dass wir am Ende mit ganz leeren Händen dastehen.  

Jetzt sind erst einmal zwei Wochen Pause bevor am 01.04.- kein Scherz- die SpG Halle/Dieskau bei uns gastiert.    

Aufstellung: Schladitz, Felsch; O. Joachimi, Göllner, Heimer, F. Joachimi, Ebensing, Weiland, Schmidt, Möbius, Kirchner;

Strafen: 7 m: SGQ: 4/5, BL: 4/6, Zeitstrafen: SGQ 1 x 2 min, BL: 4 x 2 min 

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Zusatz: Wie schon im Frauenbericht erwähnt schüttelte auch im Herrenspiel manch einer mit dem Kopf über die Schiedsrichterleistung. Auch ich, und das nicht nur einmal, sondern eigentlich über die gesamte Spielzeit. Mal waren es so viele Schritte wie beim Wandertag, mal klare Fouls die ungeahndet blieben, mal phantomweise übertretene Linien, die nur der Schiri sah (so auf 6,3 Meter vom Tor weg). Jeder wird da seine eigene Meinung haben, was auch legitim ist. Und jeder kann sich auch darüber aufregen, obwohl es nichts am Spielverlauf ändert. Ich kann mich nicht erinnern, welcher Schiri eine (Fehl-) Entscheidung jemals zurücknahm.

Bei allen Fehlern und Unverständlichkeiten, bei all den zahlreichen nicht nachvollziehbaren Entscheidungen möchte ich drei Sachen meinerseits kund tun:

1. Jeder hat das Recht es besser zu machen. Sportfreund Heinrich sucht händeringend Schieris.

2. Zumindest im Männerspiel habe ich Fehlentscheidungen auf beiden Seiten wahrgenommen, also unparteiisches Gepfeife (zum Frauenspiel kann ich nichts sagen). 

3. Es war ein Bezirksligaspiel in der Provinz, da kann man auf die Herren Geipel und Helbig lange warten, auch wenn sie aus unserer Region sind. Auf dem unterstem Handballlevel muss man aber damit leben, dass die Schieris auch nur unterstes Handballniveau haben. 

 


 

15. Spieltag: TSV Leuna - SG Queis: 26:29 (10:16)

 

Queiser Minikader holt trotz Ausfall einer kompletten Mannschaft 2 wichtige Punkte im Auswärtspiel in Leuna. Vom zwischenzeitlicher 9-Tore-Vorsprung bleiben am Ende noch 3, dennoch verdient. 

Am viertletzten Spieltag mussten wir ohne sieben Spieler nach Leuna fahren, so dass zu den acht Feldspielern noch Daniel Kaltenbach als Ersatztorwart dazustieß. Nach ausgeglichener Startphase (3:3) gelang es uns durch gute Deckungsarbeit das Spiel schnell auf eine gute Bahn zu bringen. Immer wieder wurden Bälle erobert und Konter erfolgreich abgeschlossen. Diese Phase zwischen der 5.- 25. Minute sah das alles toll aus und mit dem Zwisschenergebnis von 6:15 schien es ein geruhsamer Nachmittag zu werden. Doch weit gefehlt: was sich schon zu Beginn angedeutet hatte wurde jetzt deutlicher sichtbar: die Defizite im Positionsangriff. Leuna legte irgendeinen Schalter um und kam immer besser in die Partie und konnte bis zum Pausenpfiff auf 10:16 verkürzen.   

In der Kabine wurde noch einmal angemahnt, den Gegner nicht zu unterschätzen, der vor einiger Zeit in Landsberg in der zweiten Halbzeit richtig aufdrehte. Davon war mit dem Wiederanpfiff zumindest schon einiges zu sehen: mit Kampfgeist kauften sie uns den Schneid ab, allerdings blieb der Vorsprung bis zum 17:24 in ordentlicher Höhe.  

Was dann geschah ist eigentlich kaum erklärlich: der Gastgeber bäumte sich nicht nur auf, sondern wir lieferten ihm auch das Rüstzeug dazu. Die Abwehr, schon zuvor phasenweise sehr bröselig, löste sich auf. Auch eine nochmalige Umstellung änderte daran nicht viel und beim 21:24 wurde es für die letzten zehn Minuten noch einmal eng. Allerdings konnten wir den Abstand wenigstens halten, nur beim 26:28 waren die tapfer kämpfenden Leunaer auf zwei Tore heran, aber das war die letzte Minute bereits angebrochen. Martin Heimer erlöste dann das Team mit dem Siegtreffer.  

Das mehrere Leunaer hinterher von einem verdienten Queiser Sieg sprachen ehrt sie, allerdings war auch ein anderes Ergebnis im Bereich des Möglichen- und usner Verdienst beschränkte sich auf wirklich starke 20 Minuten in Halbzeit 1. Hätten die Torhüter einen schlechteren Tag erwischt und Leuna ab und an genauer gezielt (beide Strafwürfe wurden vergeben), hätte das Spiel mal voll in die Hose gehen können. So war es wie beim Boxen: die Runden 2- 7 gingen klar an uns, aber am Ende waren wir kurz davor, ausgeknockt zu werden. Zum Glück ist auch so ein Spiel nach gestrichenen 60 Minuten vorbei. 

Angesichts der Personalsituation war von vornherein klar, dass man mit zwei Punkten zufrieden sein sollte, aber angesichts des Spielverlaufs ist der Sieg das einzig Positive gewesen. Die zweite Halbzeit wurde jedenfalls deutlich verloren, das macht schon nachdenklich. Es zeigt allerdings auch, dass Leuna in dieser Formation und mit dieser Einstellung nicht da unten drin stehen müsste. 

Aufstellung: Schladitz, Kaltenbach /// O. + F. Joachimi, Möbius, Schmidt, Ebensing, Göllner, Heimer, Kirchner

Strafen: Leuna 3 x 2, SGQ 2 x 2 

Strafwürfe: Leuna: 0/2, SGQ: 2/3

 


 

Bezirkspokal- Halbfinale: SG Queis- SpG HSC 96/ TuS Dieskau 28:25 (13:14)

Am Sonntagabend trafen sich in der Landsberger Sporthalle die Herren der SG Queis und der SpG HSC 96/ TuS Dieskau zum Bezirkspokal- Halbfinalspiel. Und obwohl sich nur zehn Mannschaften für den Pokal gemeldet hatten war es für beide Teams bereits das dritte Spiel im laufenden Wettbewerb. Wir hatten zuerst den VL- Absteiger aus Langenbogen eliminiert und danach das Landsberger Pokalteam geschlagen. Nun war der Pokalverteidiger die nächste hohe Hürde. Der Gegner hatte die Möglichkeit eine Mannschaft aus den besten Spielern des Vereins zu formieren, wir mussten auf vier Spieler verzichten, so dass vor allem der Rückraum nicht optimal besetzt war. 

Die SpG HSC 96/ TuS Dieskau legte gleich mit voller Kraft los und nur beim 2:2 gelang uns noch einmal der Ausgleich. Ansonsten rannten wir in der Anfangsphase immer rund zwei Treffern hinterher. Die Queiser Abwehr bekam richtig Arbeit, löste aber in den ersten 20 Minuten die Probleme nicht, sondern schuf immer wieder neue Baustellen. Beim 7:12 war der Gegner weg, weil es uns nicht gelang, die Reihen zu schließen. Zudem verhinderten zahlreiche Zeitstrafen auch eine geschlossene Abwehrleistung, in beiden Halbzeiten gab es sogar eine Phase, in der nur drei Queiser Feldspieler agieren konnten.

Im Angriff ließen wir auch einige Bälle- darunter zwei Strafwürfe- liegen, so dass der Rückstand seine Berechtigung hatte. Nach einer Auszeit gelang es uns aber bis wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff auf 13:13 heranzukommen, allerdings wurde Sekunden vor dem Pausenpfiff ein Ball verloren und der Gast netzte zum 13:14 ein.

Immerhin waren wir wieder heran und in der Kabine war man sich einig, dass man so wie in den letzten zehn Minuten weiterspielen muss, dann wäre das Spiel zu drehen. Nichts von dem wurde umgesetzt: Tor um Tor setzte sich der Gast ab, führte beim 15:20 wieder mit fünf Treffern und sah beim 16:22 nach 43 Minuten wie der sichere Sieger aus. Die zwischenzeitlich genommene Auszeit verpuffte diesmal im Spielrausch der Hallenser. Die Masse der Zeitstrafen in dieser Phase machte uns kaputt, auch wenn wir sie noch verhältnismäßig glimpflich überstanden (oder anders formuliert: es hätte noch viel schlimmer werden können).

Jetzt, nachdem das Spiel verloren schien, änderte sich aber nach einem Treffer von Oliver Joachimi plötzlich das Bild: endlich bekam die Abwehr den gewohnten Zugriff und stellte den Gegner endlich vor etwas schwierigere Aufgaben. Auch die Herunterstellung von Sportfreund Stolle änderte daran nichts, das Bollwerk stand nunmehr mit Ebensing/ Göllner im Mittelblock. Immer wieder wurde jetzt nach Balleroberungen der Gegenstoß forciert und mit einem 9:1 Lauf innerhalb weniger Minuten war das Spiel komplett auf 25:23 gedreht. Die gegnerische Unterzahl half dem Gast nichts. Der Gegner kam zwar noch zweimal auf ein Tor heran, aber am Ende war uns der Sieg nicht zu nehmen. Vom Publikum gefeiert wurde ein denkwürdiges Spiel beschlossen. Es war eine der jähesten Spielwendungen, die ich hier erlebt habe.

Somit wird der „ewige Pokalsieger“ diesen Titel nicht ewig tragen. Bevor es aber etwas Richtiges zu feiern gäbe stehen Ende April noch zwei Endspiele an, die mit Sicherheit nicht leichter werden. Bei allen Glückwünschen, Schulterklopfern und Händegeschüttel sollte daran gedacht werden. Bis dahin gilt es den Schwung mit in die letzten Ligaspiele zu nehmen.

Aufstellung: Schladitz, Felsch /// F. + O. Joachimi, Heimer, Kirchner, Schmidt, Möbius, Goral, Stolle, Göllner, Ebensing

Strafen: SGQ  7 x 2 min, 1 x Blau, SpG HD: 8 x 2 min

Strafwürfe: SGQ: 2/4, SpG HD: 2/3

   


  

Bezirkspokal- Viertelfinale: Landsberger HV – SG Queis 25:27 (13:13)

Lange war es her, dass die Queiser Handballer den LHV bezwangen: 2008 in der Verbandsliga gelang bei insgesamt vier Aufeinandertreffen in zwei Spielzeiten wenigstens ein Sieg. 2014 führte Fortuna im HVSA- Pokal beide Mannschaften noch einmal zusammen, da dominierte der Landesligist sehr deutlich. Danach hatten wir schon mit der zweiten Landsberger Mannschaft genug Probleme, eine verhinderte Meisterschaft und das Ausscheiden im Bezirkspokal seien noch mal in Erinnerung gerufen.

Nun also wieder Bezirkspokal, doch nicht gegen die zweite Mannschaft, sondern gegen ein Landsberger Pokalteam, bei dem die Spieler der zweiten Mannschaft maximal Gastauftritte hatten oder gleich ganz auf der Bank verblieben. Der Kern des Landesligateam sollte es richten, warum auch immer, denn der Bezirkspokal ist ja eigentlich für unterklassige Teams wie uns gedacht. Das Alles erzeugte in Queis eine sonderbare Motivationsmischung, die sich mit Trotz und einem „Jetzt erst recht“ vielleicht am ehesten umschreiben lässt. Schon in der Kabine herrschte eine völlig andere Stimmung als üblicherweise, gerade auch im Vergleich zur Vorwoche. Vielleicht lag das auch daran, dass immerhin neun der 14 Spieler 2008 auf der Queiser Siegerseite dabei waren. Und die Phrase von den eigenen Gesetzen eines Pokalwettbewerbs gab es ja auch noch. Was es auch immer gewesen sein mag: es funktionierte von Beginn an.

Die verlorene Platzwahl gab uns den ersten Angriff. Und im Gegensatz zu 2014 dauerte es nicht bis zum 10. Landsberger Tor, dass wir trafen: Falko Joachimi lupfte gleich zur Führung. Bis zum 5:5 nach 12 Minuten hatten wir vorgelegt, doch beim 6:5 ging der Landesligist erstmals in Front. Eine Auszeit sollte dazu dienen wieder auf Kurs zu kommen und bis zum 8:8 in der 20. Minute gelang das auch. Doch durch einige Konter gelang es dem Favoriten sich auf 12:9 abzusetzen. Es war unterm Strich auch das einzig probate Mittel, das Landsberg hatte. Aus dem Positionsangriff heraus kam da nicht so viel rum. Das Unvermeidliche schien aber nun trotzdem seinen Lauf zu nehmen. Doch weit gefehlt: Queis bäumte sich auf und egalisierte bis zum Pausenpfiff auf 13:13. Grundlage dafür war ein extrem ballsicheres Spiel (1 technischer Fehler in Halbzeit 1, eigentlich sogar eine Fehlentscheidung) und eine insgesamt ordentliche Abschlußquote. Dazu das gewohnt sichere Abwehrspiel. Was bis dahin noch fehlte war die letzte Zutat, die man braucht, um so ein Spiel zu biegen: eine ordentliche Torhüterleistung. Die kam erst nach der Pause dazu.

In der Kabine war jedem klar, dass hier nicht nur die Chance auf eine ehrenvolle Niederlage besteht, sondern die Sensation zum Greifen da ist. Das volle Protokoll ermöglichte Rotation und durch die frischen Kräfte konnte das Tempo oben gehalten werden; also zumindest so für Queiser Verhältnisse.

Nils Wolfermann, der schon starke 20 Minuten zu Beginn gespielt hatte präsentierte sich zu Beginn von Halbzeit 2 als Alleinunterhalter: mit zwei Toren aus dem Feld und einem aufgezwungenen Strafwurftor brachte er uns 13:16 in Führung. In der 39. Minute fiel mit dem 14:16 der erste Landsberger Treffer in Halbzeit 2. Beim nächsten Queiser Angriff drohte Ballverlust durch Zeitspiel. Der Arm der guten Merseburger Schiedsrichter war bereits oben, Queis bekam einen Freiwurf. Früher gab es mal die beliebte Queiser Kombination „Hoch und druff“; Nils kürzte das ab und beließ es beim „Druff“: aus dem Stand und aus 11 Metern knallte er den Ball in den Winkel, 14:17. Landsberg war angeknockt. Nach dem 15:17 gelang es uns durch 4 Tore (2 x Christian Hammer, Falko Joachimi, Maik Weiland) auf 15:21 davonzuziehen (45. Min). Die Sensation lag nicht mehr nur in der Luft, sie nahm langsam Gestalt an. Beim 16:23 durch Marcus Goral war erstmals ein Siebentorevorsprung da. Angesichts der Ausgangslage ein unglaubliches Ergebnis. Bis zum 19:26 blieb der Vorsprung konstant. Sepp Kirchner machte beim 21:27 das letzte Queiser Tor. Die letzten anderthalb Minuten verkürzte Landsberg, weil die Queiser Spannung vollkommen weg war, aber es war durch, vorbei, aus, Finito.

Das Team bedankte sich bei den Queiser Zuschauern, die man lange nicht so euphorisch erlebte. Das war in einer bisher eher schattigen Saison ein echter Lichtblick. Hätte mir vor zwei Jahren, nach dem HVSA- Pokal- Spiel jemand gesagt, dass wir zwei Jahre später Landsberg schlagen würden, ich hätte es nicht geglaubt. Und selbst jetzt, einen Tag später, bleibt es fast ein Unding. Nicht nur das gewonnen wurde, sondern auch wie. Bleibt zu hoffen das dieser Spirit auch in der Bezirksliga erhalten bleibt.

Aufstellung: Schladitz, Kaltenbach /// Göllner, Ebensing, Goral, Wolfermann, Weiland, Heimer, Schmidt, Kirchner, Möbius, F. + O. Joachimi, Hammer

Strafen: beide je 7 x 2 min (LHV davon 1 x 3x2)

Strafwürfe: LHV: 4/5, SGQ 2/4